Profil

Sehen lernen

Meine künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekte sind auf lange Zeit angelegt. Sie widmen sich jenem Neuland, das sichtbar wird, wenn sich die Perspektive auf scheinbar Bekanntes verändert, vermeintliche Ränder eine Mitte ergeben, Oberflächen an Tiefe, der Gegenstand der Betrachtung an Schärfe, Komplexität, Dichte und Plastizität gewinnt, das Sehen zum Verstehen wird, Schönheit entsteht.


ABB: Glaskunst in der Großregion, Fotografie:© die arge lola / regiofactum, 2006

 

Kulturlandschaften, grenzübergreifend

Meine Arbeit als freie Kunsthistorikerin nahm ihren Ausgang mit einer Dissertation über ein vermeintliches Randphänomen, nämlich das vom Künstler gerahmte Bild und seinen Kontext. Was mit einer Doktorarbeit an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn in den 1980er Jahren begonnen hat, wurde zu einer ganz eigenen Herangehensweise. Die Gratwanderung zwischen Bild und Rahmen, Kunst und Design, Handwerk und Industrie, Zentrum und Peripherie, Architektur und Raumplanung, Kultur und Politik setzt sich bis heute fort. Heute steht die Inwertsetzung grenzübergreifender Kulturlandschaften wie der Großregion Saarland-Lorraine-Luxemb(o)urg-Rheinland-Pfalz-Wallonie(n) im Mittelpunkt meiner Forschung. Die aus der Grundlagenforschung abgeleiteten Konzepte finden immer wieder ihre Umsetzung in der Praxis, eine Realisierung geschieht durch eine Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus.


ABB: Ensdorfer Tafelberg (Bergehalde, Saarland), Fotografie: © die arge lola / regiofactum, 2006

 

Publizistik

Zu den Arbeitsergebnissen gehören zweisprachige Referenzwerke zu Themen der Kunst- und Kulturgeschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts ebenso wie zahlreiche Artikel, Katalog- und Buchbeiträge, Ausstellungen, Studien, Präsentationen, Portalprojekte, Vorträge und Gutachten für öffentliche und private Kunstsammlungen, Gebietskörperschaften, Berufsverbände und Kulturvereine in Europa, den USA und Australien, aber auch die Lehrtätigkeit an Universitäten und Hochschulen in Deutschland, Frankreich und den USA in unterschiedlichen Fakultäten (Design, Kunst, Architektur, Kunstgeschichte, Germanistik). Sie sind das Ergebnis der gelungenen Zusammenarbeit aller Beteiligten und ein Beweis für die ideelle, die ästhethische und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Potenziale sogenannter Randphänomene.

Mehr dazu auf dieser Website unter der Rubrik „Profile“ (EN)

 

Für zwei in eigener Regie entstandene Bücher gab es Preise:

«Schönste Bücher Deutschlands » („Leuchtende Bilder. Luminiscent Images“, Börsenverband des deutschen Buchhandels)

« Staatspreis für Design » des Saarlandes Gold („Im Reich der Mitte. Le berceau de la civilisation européenne“).

s. dazu die Bibliografien zu „Kunstgeschichte“ und „regiofactum“


ABB: Der „Blaue Hirsch“, das Logo der Kulturhauptstadt Europas 2007 „Luxemburg und Großregion“, Fotografie: © die arge lola / regiofactum, 2008

Zusammenarbeit / Échanges culturels au sein de l’Union européenne

2019

Auszeichnung mit dem französischen Staatspreis für Kultur „Ordre des Arts et des Lettres“ im Grad eines Ritters (Chevalier) « pour le dynamisme et la richesse de votre contribution au rayonnement du patrimoine et au développement des échanges culturels au sein de l’Union européenne » durch das Ministère de la Culture et de la Communication Frankreichs.