What glass gives society, neuer Post

Lucien Fleck aus Meisenthal – Communauté de communes du verre et du cristal (Grand Est) – hält am 7. Dezember 2022 um  19.00 einen Vortrag über Geschichte und Techniken der Glasherstellung in Meisenthal im Rahmen der Ausstellung Rendez-vous mit den Nordvogesen im Historischen Museum Saar.


Mehr zum Thema Glas in der Großregion im neuen Post:
2022 is the UN International Year of Glass, to celebrate the essential role glass has and will continue to have in society
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Neue Bücher im Regal

Im November 2022 eröffnet die Festschrift Mélanges offerts à Joseph Abram die Rubrik Bibliothek auf dieser Website.
Christine Dölker schreibt im Notizblog über Waltraud Mittichs neues Buch (Sept 2022) und wird demnächst ihre Eindrücke vertiefen.

*Illustration: Alain Poncelet.

Medea und Alphonse

Alphonse Walter aus Goetzenbrück – Communauté de communes du verre et du cristal (Grand Est) – hat ein Theaterstück frei nach Euripides geschrieben: Medea und das Goldene Vlies. Am 9.11. 2022, 20.00, ist die Koproduktion vom Parnass Theater (Saarbrücken) und vom Lothringer Theater (Fra) im Theater im Schloss in Saarbrücken zu sehen.

Herbert W. Franke, in memoriam

Herbert W. Franke war ein Pionier der Computerkunst, ein wunderbarer und großzügiger Autor mit einem ungemein vielseitigen Spektrum und ein überzeugter Europäer. Seine Beiträge zu den Büchern Leuchtende Bilder. Von der Endoskopie zur Science Art und Au Centre de L’Europe : Im Reich der Mitte²  sind immer noch lesenswert.
Ein bislang nicht veröffentlichter Essay über Wege der bildenden Kunst erscheint Ende des Jahres 2022 auf dieser Website in der neu eingerichteten Rubrik Bibliothek.

Im Juli 2022, zwei Monate nach seinem 95. Geburtstag, hat der Wanderer zwischen Kunst und Wissenschaft seine letzte Reise angetreten.

Entdeckungsfahrten, das Eindringen in unbekanntes Terrain, bedeuteten schon immer viel mehr als den Gewinn von verwertbarem Wissen; sie sind ein Erlebnis von persönlichkeitsformender Bedeutung, und eine Facette davon ist die Konfrontation mit einer neuen, bisher nie geschauten Formenwelt.

Auszug aus Leuchtende Bilder, 2010

*Literaturempfehlung:

„‚Der Computer  ist ein Instrument, das uns beim Denken hilft‘. Ein Gespräch der Bildwelten des Wissens mit Herbert W. Franke“, in: Bildwelten des Wissens, Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik, Band 9,2, Berlin 2013, S.124-142: Herbert W. Franke im Gespräch mit Matthias Bruhn, Judith Berganski und Felix Jäger im Oktober 2011.

*Fotografie Bildarchiv:  space press
*Illustration: Herbert W. Franke, Oszillogramm, 1954

Nous nous refusons au fatalisme

Ambassade de France en Sarre, Bloc II (Verwaltungsgebäude Konsulat, 1950-1955), Ansicht  vom rechten Saarufer 2022, davor die 1986 errichtete Westspangenbrücke. Die Gebäudeanlage ist seit 1985 unter Denkmalschutz gestellt.

The former French embassy in Saarbrücken is perhaps the most iconic building to represent the idealistic origins of postwar Western Europe between the Saar, Moselle and Luxemburg, ein Ausdruck für die gemeinsame europäische Sache / une expression architecturale européenne qui doit être recherchée pour exprimer la grandeur de l’idée de la Communauté européenne (an expression for their common task to build up Europe).
The building plans were signed by a French architect, Georges-Henri Pingusson, and  two local architects, Hans Bert Baur and Bernhard Schultheis.

Today, the historic monument is threatened by decay, if not destruction.

Während heute in einer Stadt wie Straßburg ein europäisches Parlament tagt und ein zweisprachiger Fernsehsender europaweit ausstrahlt, hat sich Saarbrücken in der weiteren Folge wieder hinter die Saar zurückgezogen. Politikerinnen können derzeit auch die Frage stellen, ob es das Saarland als Einheit überhaupt noch braucht. Es wäre daher kein gutes Zeichen, wenn der leere Bau, der eigentlich eine neue Brücke über Landesgrenzen hinweg schlagen sollte, heute wie ein Berliner Grenzturm wirkt, dem die Mauer abhanden gekommen ist.

Matthias Bruhn, Kommentar vom 9. Mai 2022

 

Zustand des Ehrenhofs/Cour d’honneur, ehemaliger Haupteingang/Réception der Botschaft (1960-2014 Kultusministerium), 2021, Foto: Kai Loges

Positive Neuigkeiten zum Erhalt/einer adäquaten Neunutzung dieses Baudenkmals sind mir nicht bekannt. Obwohl es wie kein anderes für die Anfänge der  Montanunion als „communauté culturelle“ (im Sinne Robert Schumans) steht, ist es bis heute nicht mit dem European Heritage Label der Europäischen Union ausgezeichnet worden. Wenn es nur das wäre…

Nous nous refusons au fatalisme!